Brucknerbund Ansfelden
Herzlich willkommen

5. Brucknerfrühling 2026
17. April 2026, 19.30 Uhr, Pfarrhof Ansfelden


Trio TRA-versi
Helmut Trawöger, Norbert Trawöger, Karin Bonelli, Flöte
Werke von W. Fr. Bach, W.A. Mozart, L.v.Beethoven, Fr.Kuhlau, Alois Wimmer (UA), u.a.

Karten: VVK 22, AK: 25, Mitglieder des Brucknerbundes Ansfelden erhalten 10 € Ermäßigung
Jugend bis 18 Jahre: 10 € 

Helmut Trawöger, Karin Bonelli, Norbert Trawöger; Foto © Reinhard Winkler Helmut Trawöger, Karin Bonelli, Norbert Trawöger; Foto © Reinhard Winkler



Schon früh erhielt Helmut Trawöger seinen ersten Flötenunterricht von seinem Bruder Karl Trawöger. Seine Studien absolvierte er bei Rudolf Leitner (Linz), Dr. Walter Haseke (Salzburg) und Prof. Kurt Redel (München), bei dem er 1973 an der Universität Mozarteum in Salzburg diplomierte. Es folgten zwei intensive Jahre Repertoirestudien bei Wolfgang Schulz in Wien. Wichtige musikalische Impluse erhielt er darüber hinaus von Prof. Helmut Eder (Tonsatz) und Nikolaus Harnoncourt (Aufführungspraxis) am Mozarteum.
Helmut Trawöger entfaltete eine vielfältige künstlerische Tätigkeit als Solist, Kammermusiker und Dirigent. Konzertreisen führten ihn durch Österreich und ganz Europa, nach Ägypten und Japan. Er spielte eine große Zahl an Uraufführungen, von denen viele ihm gewidmet sind. Darunter finden sich Werke von Helmut Eder, Augustinus Franz Kropfreiter, Balduin Sulzer, Johannes Berauer, Gunter Waldek, Helmut Schmidinger, Elmar Raida und anderen.
Er gründete das Grieskirchner Kammerorchester, das Ensemble Flautissimo, das Ensemble Enchanté und das Bläserquintett Pablo. Helmut Trawöger wirkte bei internationalen Festivals, Radio-, Fernseh- und CD-Produktionen mit. Zwischen 1989 und 1995 dirigierte er das oberösterreichische Jugendorchester und das oö. Kammerorchester. Als Gastdirigent arbeitete er mit dem Martinu Kammerorchester Brünn, der Südböhmischen Kammerphilharmonie Budweis, den rumänischen Philharmonien in Craiova und Ploiesti und anderen mehr.
Helmut Trawöger hat reichhaltige Erfahrungen im musikpädagogischen Bereich, in dem er in führenden Positionen wirkte. Von 1990 bis 1995 leitete er als Direktor das OÖ. Landesmusikschulwerk und von 1992 bis 2011 war er Professor für Querflöte, Didaktik und Berufspraktikum an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz.
Aus seinen Flötenklassen gingen zahlreiche Preisträger hervor, viele spielen heute in namhaften Orchestern oder unterrichten an Musikschulen oder Universitäten. Zahlreiche Einladungen als Juror unterstreichen sein breites musikpädagogisches Spektrum.
Helmut Trawöger ist Gründer der Akademie Schloss Tillysburg, die er 13 Jahre als Intendant leitete. 2012 wurde Helmut Trawöger mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet . Die flötistische Familientradition wird durch seinen Sohn Norbert Trawöger (spielender, lehrender und schreibender Musiker) und seine Tochter Karin Bonelli (Wiener Staatsoper, Wiener Philharmoniker) weitergetragen.


Karin Bonelli liebt es, wenn ein Meer von Klängen und die Menschen, die dieses entfachen, zu einem Ganzen werden. So kann man von Glück reden, dass sie seit 2012 Teil des einzigartigen Klangozeans namens Wiener Philharmoniker ist. Sie wurde als erste Frau in der Bläsersektion des Orchesters der Wiener Staatsoper und damit bei den Wiener Philharmonikern engagiert.
Glück allein führt eine aber nicht in dieses unermessliche Klangkollektiv. Es ist ein Weg, der mit erstem Flötenunterricht bei ihrer Mutter begonnen hatte – auch der Vater ist professioneller Flötenspieler – und sie in Linz, Wien, Lyon und München zu Lehrenden wie Gisela Mashayekhi-Beer, Günter Voglmayer, Philippe Boucly, Wolfgang Schulz, Julien Beaudiment, Philippe Bernold und Karl-Heinz Schütz gebracht hat. Diese Begegnungen ließen Karin Bonelli früh unterschiedliche Geografien, Klangästhetiken und Musizierstile erfahren, die sie zu ihrem Klang führten, ohne dem Finden je ein Ende setzen zu wollen. Neben frühen Wettbewerbserfolgen tauchte sie mit den Wiener Symphonikern, dem Orchestre National de France oder in der Opéra National de Lyon blutjung in die internationale Orchesterwelt ein. Nicht nur mit ihrem Orchester spielt sie auf der ganzen Welt mit allen großen Dirigenten, Solistinnen und Solisten unserer Zeit, sondern sie ist auch Gründungsmitglied des „Vienna Wind Quintet“ und des „Klangkollektiv Wien“, liebt die Kammermusik mit klangintensiven Kammermusikpartnern wie etwa dem Geiger Benni Schmid und dem Pianisten Markus Schirmer oder spielt Flötenkonzerte als Solistin mit Orchestern aus nah und fern. Eine weitere Leidenschaft lebt sie in der Weitergabe des Feuers aus, indem sie junge Flötenspielerinnen und -spieler deren eigene Qualitäten entdecken lässt. So fokussiert sie ihre Erfahrungen aus diversen Lehraufträgen (Musikuniversität in Graz 2017-18, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien 2019-2023, Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien 2022-2023) gegenwärtig in ihrer eigenen Akademie im Salzkammergut, der Penthesilea Academy.
Wer Karin Bonelli spielen hört, wird sich nicht wundern, dass sie gerne auch Sängerin geworden wäre. Wenn Sie das nächste Mal im Ozean schwimmen oder auf dem Festland träumen, spitzen Sie Ihre Ohren. Dann werden Sie ihrem Singen auf der Flöte kaum mehr entkommen wollen. Wie gesagt, es geht ums Ganze.


Norbert Trawöger ist spielender, schreibender und gestaltender Musiker, seit Sommer 2025 künstlerischer Direktor des Brucknerhaus/LIVA. Bis 2025 war er Künstlerischer Direktor des Bruckner Orchester Linz und künstlerischer Leiter der ersten oberösterreichischen KulturEXPO „Anton Bruckner 2024“. Trawöger stammt aus einer Familie, bei der schon Franz Schubert „höchst ungeniert, wie zu Hause“ (Zitat aus Brief Schuberts an seine Eltern) 1825 in Gmunden zu Gast war, studierte Flöte an den Musikhochschulen Wien, Göteborg und Graz und absolvierte den renommierten Studiengang „Executive Master in Arts Administration“ an der Universität Zürich. 2010 publizierte er eine Biografie über den Komponisten Balduin Sulzer, 2022 seinen Essay „Spiel“.  2024 erschien sein Journal einer Leidenschaft „Bruckner!“ im Residenz Verlag und zuletzt der Essay „Zuckerbutterbrottage. Ein Zuruf.“ Im neugegründeten Wiener Verlag Wasser. Der „kulturelle Wirbelwind“ (OÖN) und „gefragte Anstifter zu kreativem Denken und Handeln“ (A-list) lebt „genial-schräg“ (OÖN) in sich ständig verändernden künstlerischen Aggregatzuständen, meldet sich dabei immer wieder unruhig zu Gesellschaft, Kunst und Kultur zu Wort, spielt Flöte und mit seinen Kindern.



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